6. Mai 2014

Fliegender Start

"Du hebst einfach die Plastikabdeckung an, ein wenig Rauch, dann hebst Du Rahmen für Rahmen und suchst die Königin (sie müsste rot gemerkt sein). Die setzt Du dann dorthin wo die Bienen hin sollen und dann schüttelst Du die Bienen rein und fertig."

- Das war die Hilfe die ich und mein erstes Bienenvölkchen mit auf den Weg bekamen am Sonntag Abend.

- Tja, so war das Ganze nicht gedacht.
Ich rief den hiesigen Bienenzüchter an um einen Termin für ein persönliches Treffen abzumachen und wir vereinbarten Sonntag um 18 Uhr bei ihm.
Ich wollte ihn ja mal treffen um zu hören wie das Ganze denn so abläuft so als blutiger Anfänger und überhaupt.

- Da komme ich als pünktlich an, überall stehen Bienenkästen rum oder lagen in der Gegend verstreut...von Ordnung hier wenig Spur.
Egal, ist ja nicht meine Sache und unvoreingenommen will ich auch sein bei dem ersten Treffen.
Wer mich als erstes begrüsst ist ein schöner Jack Russel Terrier...und dann kommt Leif in Arbeitsoverall um die Ecke.
Wir schütteln  Hände, kurze Vorstellung und dann sagte er mir: "Hier stehen Deine Bienen."

- ???

- So habe ich mir das ganz und gar nicht vorgestellt...und eine viertel Stunde später sitze ich im Auto unterwegs mit den Bienen, der kurzen "Gebrauchsanleitung" und dem Zeitdruck ihm die Beute, Waben und auch das Geld (ich hatte natürlich auch nicht genügend Geld dabei) in zweieinhalb Stunden wieder zurückzubringen.

- Also schnellstens alles vorbereitet, den Räucherer zum ersten Mal in Gange werfen, "Bienenklamotten" an, ein wenig Rauch in die Beute, dann heißt es die Waben ziehen und die Königin zu finden.

- Ist ja schon mal gut dass die Voraussage mir würden viele Bienen um den Kopf schwirren nicht eintrifft...aber die Königin sehe ich natürlich auch nirgendwo.

- Und hier kommen dann zum ersten Mal alle meine Lesestunden zum tragen: die sitzt natürlich in einer von den kleinen Trauben die unten an den Rähmchen hängen.
Also, her mit dem nassen! Bienenbesen (nass, damit sie nicht so leicht hängenbleiben), die Beute nahe an die neue Behausung damit die Königin nicht auf dem Weg plötzlich zu meinen Füssen landet und vorsichtig alle Bienen in die Warrébeute gekehrt (sie fielen auch schön durch die Zwischenräume nach unten), Futterzarge und Deckel drauf und fertig.
Schnell noch ein wenig Futter dazu, zusammenpacken und mit geliehener Beute und Geld zurück zum Züchter.
"Und, die Königin gesehen?"
"Nein, aber nachdem ich die Bienen in der Beute hatte legte ich mein Ohr dran und das Brummen hat sich ruhig angehört".
"Prima, und wie oft gestochen worden?"
"Kein einziges Mal."
"Viel Glück"
"Danke"

- So kam ich zu meinem ersten Bienenvölkchen.

- Und es wurde Mitternacht bis ich mein Ohr von der Beute nahm.


- Erst bekam ich einen fliegenden Start, und am kommenden Tag die Bienen in ihrer neuen Umgebung!

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1. Mai 2014

"The Queen Must Die"

Diesmal war es ein ganz anderes Buch über das Leben der Bienen als es mir bisher unter die Augen kam.

- "The Queen Must Die" von William Longgood, herausgegeben im Jahre 1985 hat sehr viel Ähnlichkeit mit Henry David Thoreau´s Buch "Walden".

- Es ist weniger ein Buch des empirischen Wissens als ein Buch der offenen Fragen.

- Letztendlich bleibt das Leben, dessen Verknüpfungen und das "Wissen um das Wie", ob genetisch festgelegt, instinktiv oder rationell verwoben, immer ein Mysterium.
Daran ändert auch nicht die Forschung mit ihrem Sammeln von neuen Erkenntnissen etwas.

- Auch wenn sein Wissen aus diesem Grunde nicht immer aktuell ist, so hat es doch etwas zeitloses über sich und wird auf seine Art immer aktuell bleiben!
“Beekeeping, like most human endeavors affecting nature, has a primary law: tampering begets tampering. Nature, as we now recognize, is delicately balanced. When one change is made, others must follow to accommodate the first disruption. This often sets in motion a chain of unexpected events which ultimately bring about the very result the original tampering was intended to prevent, or worse.”
- Und so wie ich "Walden" schon des öfteren gelesen habe, so werde ich auch Longgoods Buch immer wieder einmal in die Hand nehmen.


- Es ist eines dieser Bücher in dem ich einfach immer wieder einmal ein Kapitel für sich lesen und begründen kann...

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6. April 2014

Es war einmal...

Daran hat sich bis heute nicht geändert, eine gute Geschichte ist auch eine bei der jeder was lernen kann.

- Heute bin ich auf so eine „Geschichte“ gestoßen, erzählt von Oettl, Johann Nepomuk.

"Klaus, der Bienenvater aus Böhmen: seine Zaubersprüche und Maschinen-Strohstöcke; und überhaupt seine Anleitung, die Bienen gründlich und mit sicherem Nutzen zu züchten, und auch die zweckmäßigsten Bienenwohnungen hiezu anzufertigen; samt einem Anhange: Klaus der Jüngere, oder: Die Dzierzon´sche Bienenzuchtmethode in Maschinen-Strohstücken älterer; neuerer und neuester Erfindung, Anfertigungs- und Behandlungsweise der letztern, verbesserte Holzstöcke, Strohsurrogate u. A. m. / als Volks- und Lehrbuch zunächst für seine Landsleute, aber auch für Andere verfasst." 

- Welch ein phantastisches Lesebuch über die Bienen, es ist ein wenig ein Märchenbuch und ein Buch zum erlernen des Bienenhandwerks. Es eignet sich für Anfänger als auch für Fortgeschrittene in der Kunst des Bienenhaltens da es von einem Meister geschrieben wurde.

- Wie jede Geschichte, so steckt auch diese voller Weisheit und wie jedes Lehrbuch so steckt es voller Wissen.
Seit Stunden lese ich darin.


- Und ich habe meine helle Freude daran!

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